Damit Wissen nicht in Rente geht

Unternehmen sehen sich zukünftig vermehrt den Auswirkungen der demographischen Entwicklung gegenüberstehen. Laut Untersuchungen des bundesweiten Demographie Netzwerkes, werden bereits 2018 ca. 40% der Erwerbstätigen zwischen 50 und 65 Jahren alt sein. Dabei ist es gerade die ältere Belegschaft, die über wichtiges betriebsspezifisches Erfahrungswissen verfügt.

Häufig steckt dieses Wissen lediglich in den Köpfen der einzelnen Personen und wurde nirgends dokumentiert. Scheiden die Personen aus dem Berufsleben aus, verlässt auch ihr Wissen das Unternehmen. Damit es hier nicht zu Qualifizierungslücken kommt, sollten Betriebe rechtzeitig an das Thema Nachfolgeplanung denken. Nur was genau heißt in diesem Fall rechtzeitig? Dass über Jahre hinweg angehäuftes Erfahrungswissen nicht am letzten Arbeitstag an den Nachfolger übergeben werden kann, steht außer Zweifel. Eine pauschale Zeitraumangabe kann an dieser Stelle sicher auch nicht gemacht werden, dafür spielen zu viele externe Faktoren eine Rolle. Weiterhin stellt sich die Frage ob Unternehmen überhaupt den Bedarf für eine strategische Nachfolgeplanung erkennen. Ein Betrieb kann durchaus jahrelang ohne entsprechende Maßnahmen in diesem Bereich ausgekommen sein. Scheinbar unerwartet kommt es dann zum Ausscheiden eines an zentraler Position eingesetzten Mitarbeiters aus seiner Erwerbstätigkeit und die Firma muss mit überstürzten Handlungen versuchen einen einschränkenden Know-How-Verlusten abzufangen. An dieser Stelle profitieren Unternehmen in vielerlei Hinsicht von einem guten Bildungs- und Wissensmanagement. So kann z.B. auf Basis von vorhandenen Mitarbeiterqualifikationsprofilen gut abgeschätzt werden, wer bei seinem Ausscheiden welche Qualifikationen mit nimmt und wo folglich für Ersatz gesorgt werden muss. Zur Wissensweitergabe haben sich in der Praxis fließende Übergabeprozesse bewährt in denen die Jungen mit den Älteren zusammenarbeiten und sukzessive Arbeitsaufgaben übernehmen. Mit alternativen und in das Alltagsgeschäft integrierbaren Lernformen kann dieser positive Effekt erreicht werden.

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